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8. Juli 2024

Babys erstes Löffelchen – Euer Weg zur Beikost

Wow, wie aufregend, bald beginnt Dein Baby zu essen. Viele Mamas und Papas sehnen den Beikoststart herbei. Andere sind ganz aufgeregt und fragen sich, ob sie denn alles richtig machen werden. Für sein Baby wünscht man sich schließlich ein gesundes Essverhalten von Beginn an. Wann ist nun der richtige Zeitpunkt für die Beikost? Wie erkenne ich, dass mein Baby bereit für festes Essen ist und was darf es ab wann essen?

Um all eure Fragen zur Beikost zu klären, hatten wir bei unserem letzten Salon Baby eine besondere Expertin zu Gast. Ernährungswissenschaftlerin und Diätologin Adelina Schnider teilte ihr umfassendes Wissen mit uns und beantwortete zahlreiche Fragen zu Breien, BLW und weiteren Themen.

Wir haben die wichtigsten Informationen für euch zusammengefasst. Am Ende des Artikels könnt ihr außerdem unser Beikost-Booklet herunterladen. Viel Spaß damit!

Wann ist der richtige Zeitpunkt für Beikost?

Das ist wohl die spannendste Frage. Können wir schon loslegen oder sollen wir noch warten? Hier herrscht oft große Unsicherheit weiß Adelina Schnider. In ihren Beikostberatungen berichten viele Eltern, sie hätten das Gefühl, ihr Kind sei bereit, da dieses immer so interessiert auf das Essen schaut. „Das ist nicht unbedingt ein Reifezeichen für Beikost, da Babys an allem interessiert sind, was die Eltern machen“, weiß die Expertin. Wenn Dein Baby folgende Anzeichen zeigt, ist es tatsächlich bereit für die ersten Häppchen:

– Es kann selbstständig aufrecht sitzen.
– Koordinierte Hand-Mund-Bewegung: Dein Baby greift gezielt nach Nahrung und führt sie zum Mund.
– Nachlassender Zungenstoßreflex: Es stößt nicht mehr automatisch alles mit der Zunge aus dem Mund.

Der ideale Startzeitpunkt liegt etwa um den sechsten Lebensmonat. Wichtig beim ersten Versuch ist eine entspannte Atmosphäre. Das bedeutet, dass Dein Baby nicht zu hungrig, zu satt, übermüdet oder abgelenkt ist.

„Verabschiede Dich gleich zu Beginn von dem Gedanken, dass das Baby den gesamten Brei aufessen muss. Sobald Dein Baby Dir zeigt, dass es satt ist, ist die Mahlzeit zu Ende.“

Wählt Eure Beikostmethode: Breie, Baby Led Weaning (BLW) oder einfach beides.

Ihr möchtet mit Breien starten, da ihr gerade zu Beginn einen guten Überblick behalten wollt, welche Nährstoffe Euer Baby zu sich nimmt. Perfekt. Dann orientiert Euch am Besten an der österreichischen Beikostempfehlung.
Diese schlägt eine Mahlzeitenfrequenz von drei Mahlzeiten mit zwei Zwischenmahlzeiten vor. Gestartet wird mit einer Gemüse-Stärke-Eiweiß-Mahlzeit, die im Idealfall mittags serviert wird. Die Stärke kommt dabei beispielsweise aus Kartoffeln oder Getreideprodukten. Das Eiweiß aus Fleisch (2-3x die Woche), Fisch, Eier oder Hülsenfrüchte. Ergänzt wird der der Brei mit Gemüse. Die Mengenverteilung liegt dabei in etwa bei 50g Stärke, 30g Fleisch und 100g Gemüse. Um den Brei noch gehaltvoller zu machen, gebt 1-2 TL ÖL hinzu.

Gleich zu Beginn verabschieden sollte man sich von dem Gedanken, dass das Baby den gesamten Brei aufessen muss. Sobald Dein Baby Dir zeigt, dass es satt ist, ist die Mahlzeit zu Ende.
Die nächste Mahlzeit ist ein Getreide-Milch-Obst-Brei, der sich aus 10-20g Getreideflocken, 100-200 ml Milch (Kuhmilch, Joghurt, Buttermilch…) und 50-100g Obst zusammensetzt. Vor dem sechsten Lebensmonat verwende Säuglingsanfangsnahrung, Muttermilch oder Wasser statt Kuhmilch.
Die dritte Mahlzeit ist der Getreide-Gemüse-Brei. Dabei verwendet ihr ca. 30g Getreide, 100g Gemüse oder Obst und 1-2TL Öl.

Wenn Du auf klassische Breie verzichten möchtest, dann ist Baby Led Weaning die richtige Methode für Euch. Dabei bietest Du Deinem Baby bereits zu Beginn Finger Food an, welches es selbstständig isst.
Mit sechs Monaten solltest Du die Lebensmittel in länglicher Form anbieten, damit Dein Baby diese gut greifen kann. Die Konsistenz muss sehr weich sein, sodass Dein Baby das Essen zwischen Zunge und Gaumen zerdrücken kann. Bitte immer vorher testen.
Mit neun Monaten wenn bei den meisten Kindern der sogenannte Pinzettengriff funktioniert, kann das Essen schon würfelig angeboten werden.

Mit welchen Lebensmitteln starte ich?

Biete Deinem Baby zu Beginn eine Woche lang jeden Tag ein neues Gemüse an. Du kannst dabei auswählen, was Du möchtest.

Hier ein paar Ideen von Adelina:
– Brokkoli
– Zucchini
– Karotten
– Kartoffeln
– Avocado
– Artischocke
– Melanzani
– Erbsen
– Karfiol

 

Wie schaut es mit Getränken aus?

Ab der Beikosteinführung können auch Getränke angeboten werden. Optimales Getränk ist Leitungswasser oder stilles Mineralwasser. In diesem Alter muss das Wasser nicht mehr abgekocht werden.

 

Darf mein Baby jetzt alles essen?

Darf mein Baby alles essen?
Nachdem die Beikosteinführung gut funktioniert, fragst Du Dich vielleicht, ob Dein Baby jetzt alles essen darf? Die Antwort darauf lautet Nein. Es gibt einige Lebensmittel die Babys (logischerweise) nicht essen dürfen. Vermeidet folgende Lebensmittel im ersten Lebensjahr:

– Salz und salzige Lebensmittel, verarbeitete Fleischwaren
– Zucker (auch in Form von Ahornsirup, Agavendicksaft, Kokosblütenzucker)
– Honig: Säuglingsbotulismus (selten aber sehr gefährlich)
– Rohe tierische Lebensmittel: Fleisch, Fisch, Eier
– Unpasteurisierte & fettarme Milchprodukte
– Fisch mit hoher Quecksilberbelastung (Thunfisch, Schwertfisch, Heilbutt, Hecht)
– Reisdrink: Belastung mit Arsen (Schwermetall)
– Scharfe Gewürze
– Lebensmittel mit höherem Risiko für Verschlucken

Wir hoffen, wir konnten Euch mit dieser Zusammenfassung einen ersten Überblick über die aufregende Zeit der Beikost geben. Solltet ihr weiterführende Beratung wünschen, dann könnt ihr Adelina gerne über ihre Website oder ihren Instagram-Kanal @nourished.moms kontaktieren.

 

Jetzt downloaden: Unser Beikost-Booklet mit leckeren Rezepten

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